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Siem Reap (20. - 23.11.2012)

Diese Woche haben wir die bisher weitesten Strecken zurückgelegt. Es ging von Phnom Penh am Dienstag nach Siem Reap, dem zweitgrößten Touristen-Ort nach Phnom Pengh.
Wir haben uns etwas früher als gewöhnlich getroffen, um pünktlich an der Busstation zu sein.
Leider kam der Bus aber nicht zur Busstation gefahren, weil viele Straßen noch wegen Obama gesperrt waren.
Ja ihr hat richtig gelesen: Wir hatten hier hohen Besuch vom amerikanischen Präsidenten! :D
Obama war wegen einer Konferenz vom 19. bis 20. November in Phnom Penh und deswegen wurde die ganze Stadt angeriegelt. Über 100 US-Soldaten wurden extra deswegen eingeflogen, damit ja nichts passieren kann!
Unser Apartment liegt auch nur 5 Minuten zu Füß vom Verteidigungsministerium entfernt, wo diese Konferenz stattgefunden hat. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen auf Obama zu warten und hoffentlich einen Blick auf ihn zu werfen.
Aber wir haben ihn nicht gesehen und sind mit etwas hängenden Köpfen wieder zum Apartment zurück..

Auf jeden Fall war diese ganze Aufregung der Grund, wieso unser Bus nach über einer Stunde immernoch nicht an der Busstation war.
Irgendwann wurden wir mit tuk-tuks dann zum Bus gefahren, um dann festzustellen, dass dieser kaputt war.
Zwei Stunden später als angekündigt haben wir endlich unsere kleine Reise begonnen, nachdem ein Ersatzbus organisiert wurden.

Ich fand die Fahrt deutlich entspannter, als meine erste Busfahrt ins Pottery Village. Die Klimaanlage hat funktioniert und somit waren die 7 Stunden Fahrt (für gerade Mal ~300 km!!!) für mich nicht ganz so unerträglich.
Wenn ich meine Musik habe, dann kann ich fast überall gut schlafen und bin meistens recht entspannt.
Ändern kann man hier sowieso nichts, an der Art & Weise irgendwo hin zu kommen. Also war ich glücklich, dass der Bus fuhr und wir vor dem Abendessen in Siem Reap waren

Wir haben im zweiten Apartment von Projects Abroad gewohnt, die neben Projekten in Phnom Penh auch Projekte in Siem Reap anbieten.
Die Bewohner dort waren alle sehr nett & es war sogar ein Mädchen aus der Nähe von Hamburg da. Mich hat fast der Blitz getroffen, als sie erzählt hat, dass sie aus der Nähe von Reinbek kommt – leider kennt sie Mareike nicht
Das wäre echt der größte Zufall gewesen. Da sieht man mal wie klein die Welt tatsächlich ist..

Sarah und Ich haben erstmal einen riesen Schock bekommen, als wie uns im Haus etwas umgeschaut haben, denn von der Dachterrasse hatte man einen wirklich "tierischen" Ausblick.
Und zwar auf gut 50 Aligatoren, die in mehr oder weniger großen Becken hinter hohen Wänden neben dem Apartment wohnen.
Im Nachhinein wurde uns dann klar, dass es sich dabei um eine Aligatoren-Farm handelt und die Tiere später zu überteuerten Handtaschen verarbeitet werden..
Um diesen Schock und die lange Anreise zu verdauen huschte ich gleich nach dem Abendessen ins Bett und schlief wie ein Murmeltier.


Der nächste Tag brach an und somit auch ganz viel Programm:
Denn Mittwoch sind wir in den diversen Tempeln der Region von Angkor gewesen.
Vormittags haben wir uns zwei kleinere Tempel angeguckt.
Der erste Tempel war fast komplett von der Natur zurück erobert worden:
Überall ragten riesige Wurzeln hervor oder wuchsen Bäume einfach mal so auf einer Mauer.
Das kann man garnicht beschreiben, deswegen gibts natürlich auch wieder viele Fotos zu sehen
Der zweite Tempel war noch ziemlich gut erhalten und hat insgesamt über 1000 Gesichter und Figuren in den Stein eingearbeitet.
So etwas muss man wirklich einmal selbst gesehen haben, sonst glaubt man nicht, dass die Menschen vor was-weiß-ich-wie-vielen Jahren wirklich diese Kunstwerke in die Steine gemeißelt haben.
Nach dem Lunch ging es dann zum bekanntesten Tempel in Kambodscha: Angkor Wat.
Der Tempel hat wirklich ein unglaubliches Bild abgegeben! Von außen kamen Sarah und Ich aus dem Staunen garnicht mehr raus, aber von innen sah der Tempel dann doch schon den beiden Vorherigen ähnlich.
Das wirkliche Highlight an diesem Tempel war der wilde Affe, den wir gesehen haben! :D
Ein niedliches Äffchen hat es sich mit etwas Obst einfach auf einer Treppe gemütlich gemacht und schön zu Mittag gegessen.
Ich hab mich so über diesen wirklich tollen Affen gefreut, dass ich meine schlechte Laune fast vergessen habe, die ich der Hitze zu verdanken hatte..

Es war an dem Tag wirklich unglaublich warm und wenn mir die Sonne zu doll geschienen hat, muss das etwas heißen.
Wegen der Hitze und dem stundenlangen Rumgelaufe war ich nach 2 Stunden in Angkor Wat einfach nur fertig und auch nicht mehr begeistert (vom Äffchen ganz abgesehen :D)
Man sah irgendwann nur noch die gleichen Muster und ich konnte mich nicht mehr auf den Tempel konzentrieren..
Meine Laune sank mit jeder halben Stunde, die wir uns irgendwo im Tempel hingesetzt haben und darauf warteten, dass die Zeit vergeht.
Denn Sython hatte die eigentlich nett gemeinte Idee, dass wir uns die Tempel doch beim Sonnenuntergang von einem Berg aus angucken könnten.
Also mussten wir bis ungefähr halb 6 warten, um dann bei der Hitze einen Berg zu erklimmen.
Oben angekommen war ich wirklich komplett am Ende, dass mit der Sonnenuntergang auch schon wieder egal war..
Es waren zu viele Touristen da, die versucht haben sich auf möglichst engen Raum in Richtung Tempel zu versammeln und ein Foto zu machen.
Ich war leider viel zu klein und hätte sowieso nichts gesehen, deswegen habe ich den großartigen Ausblick über den Dschungel genossen

Nach dem schrecklichen Abstieg vom Berg ging es endlich ins Apartment. Danach nurnoch Duschen, Essen, Schlafen!

Am Donnerstag, dem 22.11., haben wir Vormittags die Floating Villages besucht.
Wir mussten wieder gut 2 Stunden durch die Gegend fahren, erst mit dem tuk tuk und dann weiter mit einem Boot bis wir die großartigen Floating Villages erreicht haben.
Es war ein wirklich unvergesslicher Anblick:
Holzhäuser die einfach in einem Fluss gebaut worden sind und auf 3 Meter hohen Stelzen über dem Wasser stehen.
Der Grund für diese seltsame Konstruktion sind die extremen Überschwämmungen wegen der Regenzeit. Um nicht jedes Jahr sein ganzes Haus neu bauen zu müssen, haben sich die Bewohner dort einfach gedacht, die höhe der Häuser doch einfach an den Wasserstand anzupassen.
Und dementsprechend sind die Häuser jetzt fast völlig von Wasser umschlossen.
Gegen Ende der Trockenzeit, wenn sich der Wasserstand wieder gesenkt hat führt einfach eine Treppe ins Haus hinauf!

Sogar die Schulen und Tempel hat man einfach kurzerhand auf Stelzen gebaut und somit ist ein ganzes Dorf entstanden.
Ein Teil des Dorfes wurde sogar soweit mit Sand aufgeschüttet, dass dieser Teil nur bei extremen Regenfällen ganz überschwemmt ist.
Normalerweise kann man dort aber zu Fuß entlang gehen, was wir auch gemacht haben.
Einige Frauen kamen dann mit einem Haufen kleiner Vorschulkinder auf uns zu uns baten uns, den Kindern doch Stifte und Hefte zu kaufen.
Sarah & Ich haben uns breitschlagen lassen, 5$ bezahlt und jedem Kind ein Heft und einen Bleistift in die Hand gedrückt.
Die Kinder waren glücklich, die Frauen hatten etwas Geld zusätzlich verdient und wir beide konnten uns mit einem guten Gewissen verabschieden – auch wenn die Kinder mit ziemlicher Sicherheit auch ohne unser Geld die Schulsachen bekommen hätten.


Unser Ausflug führte uns mit dem Boot ganz weit bis auf den Tonle Sap Lake hinaus, auf dem wir dann gemütlich rumgetrieben sind.
Der Tonle Sap ist der größte See Kambodschas und man hatte einen wirklich schönen weiten Blick auf das Wasser.
Ich glaube ich bin ein Wasser-Mensch. Wenn man durch Hamburg den ständigen Geruch nach Wasser gewöhnt ist, vermisst man ihn doch wenn man ihn dann plötzlich nicht mehr hat.
Nach diesem Wasser-Ausflug habe ich mich wirklich glücklich gefühlt

Sython wollte eigentlich im See schwimmen gehen, hatte aber seine Badehose vergessen und uns stattdessen nur ein paar Geschichten erzählt.
Unter Anderem, dass es angeblich noch wilde Krokodile im Tonle Sap geben soll!!!
Und in so einem Krokodil-Gewässer wollte der Gute schwimmen gehen.. völlig bescheuert!
Es ging zurück ins Floating Village und Ich hatte die Hoffnung, dass wir in einem der paar Restaurants aus Stelzen zu Mittag essen würden.
Aber 11:30 war Sython dann fürs Essen zu früh und somit sind wir per Boot und tuk tuk wieder an die Hauptstraße gefahren und haben dort gegessen.


Am Nachmittag haben Sarah & Ich (ohne Sython) eine Seidenfarm besucht.
Ich habe echt nicht gewusst wie aufwändig es ist, einen einfachen Schal zu weben!
Jetzt habe ich wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn ich auf den Markt gehe und einem Händler einen Schal für 3$ abkaufe..

Die Fahrt zur Seidenfarm war länger als die eigentliche Besichtigung und da Sarah und Ich noch keine Lust hatten ins Apartment zu fahren, haben wir uns einen Eisbecher im "Blue Punpkin" gegönnt.

Das gleiche Café gibts auch in Phnom Penh und ich hoffe sehr, dass wir es schaffen dort mal Frühstücken zu gehen! Hörte sich wahnsinnig lecker an

Den Abend verbrachten wir dann damit, erst unsere Sachen für den Rückweg an nächsten Tag zu packen und nach dem Essen noch eine Runde über den Nachtmarkt von Siem Reap zu drehen.
Der Markt war viel schöner aufgebaut, als in Phnom Penh. Es gab überall bunte Leuchtzeichen, viel Musik und kleine Wege die einen durch das Labyrinth aus Ständen geführt haben – vorbei an Springbrunnen und Massagebänken, wo man sich für 3$ die Füße oder den Nacken massieren lassen konnte.
Direkt neben dem Nachtmarkt befindet sich die "Pubstreet", eine Straße mit vielen kleinen Restaurants & Kneipen die mich an die Große Freiheit in Hamburg erinnert hat.


Am nächsten Morgen traten wir unsere Busreise zurück nach Phnom Penh an. Voller Freude darüber, dass der Bus pünktlich um 9 Uhr losgefahren ist, vergingen die ersten Stunden wie im Flug.
Irgendwann machten wir eine Pause und als wir nach 20 Minuten immernoch nicht weiter gefahren sind, haben wir Sython nach dem Grund gefragt.
Als Antwort bekamen wir: "Der Bus ist kaputt, sie versuchen grade ihn zu reparieren"
Wir hatten wirklich keine Lust den Rest des Tages im Nirgendwo zu verbringen und hofften die ganze Zeit, dass der Bus doch wieder funktionieren soll.
Nach gut 90 Minuten war das Problem zum Glück behoben und wir fuhren weiter, bis wir eine Stunde später wieder Pause machten zum Mittagessen.
Insgesamt haben wir für den Heimweg fast 9 Stunden gebraucht und waren mehr als erleichtert, als wir aussteigen konnten und unser Apartment erreicht haben.
Nächste Woche wollen wir zu einer Elefanten-Tour ganz in den Norden Kambodschas fahren, wobei die Fahrt dahin mit 8 Stunden angekündigt ist.
Wenn wir wieder so ein Glück haben brauchen wir dann mindestens 14 Stunden.. Aber ich will den Teufel jetzt noch nicht an die Wand malen und lass mich mal überraschen.

Tausend Küsse,

eure Lena

25.11.12 06:50
 


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