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Elefanten-Tour & Wasserfall-Abenteuer (28.11. - 01.12.2012)

Das Wochenende nach unserem Ausflug nach Siem Reap haben wir sehr ruhig verbracht: Ein paar Besuche auf dem Markt und unser Sonntags-Brunch.
Sonntag Abend ging es dann auf die Hochzeits-Feier von einer Mitarbeiterin von Projects Abroad. Hört sich leider toller an, als es im endeffekt war.
Wir haben uns alle rausgeputzt, wobei sich einige Mädels ein traditionelles Kleid ausgeliehen haben & sich dazu noch traditionell schminken lassen haben.
Ich habe mein neues Kleid von h&m dann doch bevorzugt, weil ich ja nicht so der Glitzer-Typ bin & mich in so einem traditionellen Kleid wohl nur wie ein Elefant in Tütü gefühlt hätte xD
Das Make-up hätte ich wirklich gerne mitgemacht, aber falsche Wimpern waren auf Grund meiner Brille dann auch nicht möglich, sonst hätte ich meine Augen wohl garnicht mehr zu bekommen haha

Rausgeputzt ging es dann mit 10 tuk tuks zu den Diamond Island- Festhallen, wobei der Fahrtwind und die Luftfeuchtigkeit hier so gut wie alle Frisuren zerstört hat..
Nach gefühlten 20 Minuten -ich verliere hier sowas von mein Zeitgefühl! Wenn man mit dem tuk tuk unterwegs ist, kann ich es nicht einschätzen, ob wir 20 Minuten oder 2 Stunden unterwegs sind, das ist schrecklich! - sind wir angekommen.
Es wurde ein Foto von allen Freiwilligen und dem Brautpaar gemacht, wobei Kim Seang (die Braut) wirklich schön aussah: Mit einem weißen, bodenlangen Kleid und vielen Rosen im Haar
Wir wurden auch schon gleich zu unserrem Tisch geleitet, damit wir uns in dieser riesen Halle nicht verlaufen konnten. Insgesamt wurden fast 700 Gäste eingeladen, die natürlich auch mit Essen und Getränken versorgt wurden.
Kaum saßen wir an unserem Tisch, wurde uns auch schon das Essen serviert, obwohl das Brautpaar noch nicht anwesend war & vorallem noch so gut wie keine anderen Gäste da waren.
Das Menu bestand aus 7 unterschiedlichen Speisen, die für die kambodschaner wohl ein Festessen waren. Unsere europäischen Mägen haben sich leider nicht mit dem Essen anfreunden können, als wir ganze Knochenstücke in der Suppe gefunden haben. Nachdem dann auch noch ein kleines Schweinchen -Babe?- mit Kopf und zugenähten Augen auf den Tisch gestellt wurde, verging dann auch den letzten der Apetit und wir hofften sehnlichst auf den Nachtisch, der nicht kam.
Nach dem Essen hat das Brautpaar auf der Bühne noch eine Ansprache in khmer gehalten und wir wurden freundlich darauf hingewiesen, dass wir in einer Stunde doch bitte gehen sollten, während um uns herum schon alle fleißig am putzen waren (nachdem wir gerade mal 3 Stunden da waren!)
Die für mich größte Unverschämtheit des ganzen Abends waren aber die kambodschanischen Gäste, die wirklich nur zum Essen gekommen sind!
Viele haben noch nicht mal auf das Brautpaar gewartet, sondern sind gleich (nachdem Sie sich die Taschen mit der Obstdekoration vollgestopft haben) nach dem letzten Gang abgedampft..
Da ist mir dann wirklich bewusst geworden, was für eine andere Kultur das hier doch ist, oder vielleicht waren einfach nur ein paar unhöfliche Menschen auf dieser Hochzeitsfeier (ich hoffe es sehr! xD).


Meinen vorletzten Montag im khmer-Projekt haben wir auf Weaving Island verbracht, was bislang mit Abstand der langweiligste und unnötigste Tag war.
Es war wirklich verdammt sonnig und heiß, als wir mir einer Fähre auf eine kleine Insel im Mekong gefahren sind: Weavin Island. Der name erklärt sich von selbst, da die Bewohner von diesem Dorf vom Weben leben und eigentlich jede Familie unter ihren Häusern einen Webstuhl hat.
Da dies jetzt unser drittes Dorf war, welches wir besucht haben, hat uns Sython auf die (angeblich) vielen Unterschiede aufmerksam gemacht.
Die einzigen Unterschiede die wir wirklich sehen konnten waren die Tatsache, dass die Döfer von unterschiedlichen Dingen lebten: Dem Töpfern, dem Reisanbau oder eben dem Weben.
Zu Mittag wurde bei einer sehr netten, befreundeten Familie von Sython gegessen. Wir saßen auf Bambus-Matten und aßen Reis mit einer leckeren Soße, danach gab es wie üblich Ananas.
Das frische Obst hier nach dem Essen wird mir wirklich fehlen, da man den Geschmack einfach nicht mit dem Obst vergleichen kann, was man bei uns zu kaufen bekommt.
Unsere Laune hat den Tiefpunkt erreicht, als Sython unsverkündete, dass wir noch mindestens 2 Stunde warten müssten, bis es weiter ging. Der Grund dafür war die unglaubliche Hitze und Sython mit uns bei 35 Grad keinen Spaziergang um die Insel machen wollte.
Eigentlich ja nett gemeint, aber so saßen wir dann wirklich 2 Stunden im Schatten rum, haben mit den Kindern gespielt oder versucht uns zu unterhalten.
Irgendwann konnten wir Sython dann doch überzeugen den Spaziergang ausfalln zu lassen und sind einfach mit dem tuk tuk auf der Insel rum gefahren, bis wir bei einem kleinen Restaurant angehalten haben.
Sython hatte wieder Lust auf einen kleinen Snack, wobei Sarah uns Ich uns geweigert haben, auch nur mit an seinem Tisch zu Essen.
Der Grund: Sython hat sein Lieblingsessen bestellt, halb ausgebrühtetes Hühnerbaby; noch im Ei aber schon mit kleinen Knochen und allem drum und dran.
Sarah und Mir ist wirklich fast schlecht geworden, aber Sython war glücklich und wir haben uns dann viel früher als sonst auf den Heimweg gemacht.
So hatten Sarah und Ich noch Zeit uns auf die Fahrt zur Elefanten-Tour vorzubereiten.
Wir sind einkaufen gegangen und haben uns Kekse & Avocados für die Fahrt gekauft.
Von Dienstag bis Donnerstag fand dann das Water-Festival statt; Feiertage zu Ehren des Königs. Da der König aber vor 2 Monaten gestorben ist, hatten wir zwar während des Water-Festivals frei, aber die Zeremonie und Feier wurde abgesagt.
Da wir mit Sython auch noch vereinbart haben, dass wir den Freitag frei bekommen, konnten wir Mittwoch bis Samstag in den Norden fahren, um unsere Elefanten-Tour zu machen.
Mittwoch Morgen ging es dann mit insgesamt 10 Personen auf nach Mondulkiri: einem Ort der sich schon nach Abenteuer und ganz viel Spaß anhört, wie ich finde
Mit einem Lunch-Paket von unserer Köchin, meinen Avocado-Sandwiches und ganz viel Musik bewaffnet ließen sich die 8 Stunden fahrt dann doch erstaunlich gut aushalten.
Ich habe die busfahrt über viel geschlafen und war erstmal sehr verwundert, als ich aufgewacht bin.
Eingeschlafen bin ich, als wir an den endlosen Reisfeldern vorbei gefahren sind und aufgewacht bin ich, als wir schon fast in den Bergen waren und überall viele Bäume und andere Pflanzen zu sehen waren.
Als wir undlich in Mondulkiri angekommen sind, standen wir sehr verloren an der Busstation.. Wir hatten mit den Guest House abgemacht, dass wir von dort aus abgeholt werden, aber es war niemand da und wir hatten keine Ahnung wo wir hin mussten.
Nach endlosen Telefonaten (bis wir endlich rausgefunden haben, dass wir die falsche Nummer angerufen hatten xD) kam ein Pick-up, der uns ins Guest House gebracht hat.
Zu 10. kletterten wir also mit unseren Rucksäcken auf die Ladefläche und ließen uns mitten ins Nirgendwo fahren, bis wir das Guest Houese "Nature Lodge" erreicht haben.
Es war so wunderschön dort:
Es liefen Kühe und Ponys auf dem Gelände frei rum und wir wohnten in insgesamt 3 Holz-Bungalows, mit kleinem Badezimmer und eiskaltem Bergwasser zum Duschen. Am letzten Abend habe dann auch ich herausgefunden, dass es einen kleinen Gas-Anschluss für heißes Wasser gab..

Zum Abendessen gab es für 7,50$ ein Buffet mit Kartoffeln, Suppe, Spaghetti und Obst zum Nachtisch inklusive Wasser.
Für das Geld fand ich das Buffet wirklich gut, dafür, dass man essen konnte soviel wie man wollte.
Leider hat sich das Buffet die drei Tage, die wir dort waren, immer wiederholt aber die Kartoffeln haben es dann doch wirklich rausgerissen :D
Die Abende haben wir alle sehr ruhig verbracht, weil die Aktivitäten am Tag dann doch recht anstrengend waren.
Am Donnerstag ging es dann um 7:00 zum Frühstück (für 5,50$ mit gutem Kaffee oder Tee und Pancakes, hausgemachtem Ciabatta, Erdnussbutter und Obst) und danach wurden wir mit einem Mini-Bus zu den Elefanten gefahren.
Es sind wirklich so unglaublich schöne Tiere und ich weiß nicht, wieso sich einige Mädels so angestellt haben die Elefanten azufassen und ihnen lieber nicht zu nahe gekommen sind.
Die Ruhe und Zufriedenheit dieser Tiere hat mich sofort angesteckt und nachdem wir ein paar Fotos mit und von den Tieren gemacht haben, sind wir jeweils zu zweit mit einer Leiter auf die Tiere geklettert.
In einem Bambuskörbchen haben wir platz genommen und sind so dann 2 Stunden durch den Dschungel geritten.

Die ersten Minuten waren schon etwas wackelig, aber nachdem man sich an das geschaukel wgewöhnt hat, konnte ich nicht anders als mich glücklich zu fühlen.
Ich saß auf dem Elefanten und habe aus purem Glück einfach nur gelacht und mich so wunderbar gefühlt, dass ich es garnicht glauben konnte!
Auf dem Rücken eines Vierbeiners fühle ich mich anscheinend wirklich wohler, als auf meinen eigenen zwei Beinen
Der Weg durch den Dschungel war wirklich wunderschön: Vorbei an verschlungenen Bäumen, Bambussträuchern und Hibuskus-Büschen, bis wir an einem Bach ankamen und die Elefanten etwas trinken konnten.
Wir haben viele verschiedene Schmetterlinge gesehen, aber leider keine anderen Tiere. Ich hatte ja gehofft, dass wilder Affen über unsere Köpfe von Baum zu Baum springen würde, aber wahrscheinlich hat das Getrampel der Elefanten alle anderen Tiere verschreckt..

Wir machten an einem kleinen Wasserfall halt, um zu Mittag zu Essen und dort schwimmen zu gehen.
Das Wasser war für mich aber wirklich viel zu kalt und somit legte ich mich in die Sonne, bis wir nach dem Essen die Elefanten gewaschen haben.
Leider waren die Tiere nicht sonderlich in Bade-Stimmung und sind die meiste Zeit wieder aufgestanden, statt im Wasser liegen zu bleiben.
Nachdem die Elefanten getrocknet sind, ging es wieder den gleichen Weg zurück durch den Dschungel, den wir auch hingeritten sind.
Irgendwann konnten wir in unserem kleinen Bambuskörbchen nicht mehr sonderlich gut sitzen und haben es bereut kein Kissen mitgenommen zu haben.
Ich frage mich wirklich, was Menschen mit langen Beinen machen, wenn ich schon mit meinen 1,64m Schwierigkeiten hatte bequem in dem Körbchen zu sitzen..

Wieder beim Elefantenstall angekommen kletterte ich mit etwas Wehmut wieder von meinem kleinen Dumbo runter, allerdings war ich irgendwann so müde von der Wärme, dass ich doch froh war, als wir wieder in der Nature Lodge waren.
Wir wurden aber nicht direkt zum Guest House gefahren, sondern mussten noch gut 1,5km zu Fuß gehen, aber die Bewegung tat nach diesem langen Ritt dann doch wirklich gut.

Am nächsten Tag machten wir mit dem gleichen Veranstalter noch einen Ausflug zu dem Bousra-Waterfall. Dieser Wasserfall war wirklich so unglaublich schön & es war fantastisch sich von dem kalten Wasser anspritzen zu lassen.
Ich finde es wirklich schade, dass wir in Deutschland nicht solche Wasserfälle haben, sonst würde ich wahrscheinlich meine ganze Freizeit dort verbringen xD
Nach einem kleinen Foto-Shooting ging es dann weiter zu einer Gummibaum-Plantage.
In einem Meer aus Blumen und hunderten von Gummibäumen hab ich mich fast ein bischen wie Alice im Wunderland gefühlt hihi

Unser Mittagessen haben wir auf einer netten kleinen Kaffe-Plantage zu uns genommen. Es gab kambodschanische Pfannkuchen mit einer undefinierbaren Füllung, dazu Salat & Gurken und Fischsoße zum dippen.
Eigentlich ganz lecker, aber ich war von dem guten Frühstück in unserem Guest House noch so satt, dass ich nicht viel gegessen habe.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben, ging es mit dem Minibus noch weiter zu verschiedenen Aussichtspunkten.
Leider war die Pause alles andere als entspannend und wir wurden von den längeren Busfahrten immer müder.
Somit blieben wir immer nur maximal 15 Minuten. Erst beim Sea Forest, einem Wald auf vielen Hügeln der somit wie Wellen im Meer aussieht.
Dann bei einem zweiten Wasserfall, der im Gegensatz zum Bousra-Waterfall eher schmächtig aussah.
Unser Tour-Guide wollte mir uns noch zu einem dritten Wasserfall, aber uns wurde nicht gesagt, dass wir durch den Dschungel zu Fuß laufen sollten. Somit hatten wir alle nur kurze Hosen an und Flipflops & eine Wanderung durch den Wald (wo es nur so nebenbei erwähnt auch Schlangen gibt!) wäre leider etwas riskant gewesen.
Also ging es zurück in unser Guest House, wo wir unsere Taschen packten & recht früh am Abend frisch geduscht in unsere warmen, weichen Betten gefallen sind.
Der Wecker klingelte am nächsten Morgen um 6:30, damit wir rechtzeitig zur Abfahrt nach Phnom Penh an der Busstation sein konnten.
Ich habe die meiste Zeit der Fahrt über geschlafen, sodass ich doch sehr überrascht war, als wir unser "zu Hause" wieder erreicht hatten.

Abends freute ich mich dann doch über das Essen unserer Köchin, weil sie mein Lieblingsgericht zubereitet hat: Eine Art Auberginen-Matsch mit Rührei. Hört sich seltsam an, schmeckt aber so gut, dass ich gleich 3 Teller gefutter habe xD
Ich muss mir unbedingt das Rezept geben lassen und es von Sython ins Englische übersetzen lassen :D
Am Montag geht es spannend mit der kambodschnischen Kochkunst weiter, weil wir mit unserem khmer-Projekt einen Kochkurs machen.

Ich hoffe ihr habt alle einen wunderbaren 1. Advent!
Etwas Gemütlichkeit mit der Familie hätte ich jetzt auch wirklich gerne..
Küsse & Umarmungen ♥

2.12.12 15:48
 


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